1984 – Teil 3, Kapitel 4&5 | »Was ist dein größter Albtraum?« | Between the Lines
Shownotes
George Orwell – 1984 Teil 3, Kapitel 4 & 5
In dieser Episode begleiten wir Winston Smith auf den letzten Stationen seiner Umerziehung. Die Partei ist entschlossen, nicht nur seinen Widerstand zu brechen, sondern auch seine Gedanken und Gefühle vollständig zu beherrschen. Mit dem berüchtigten Zimmer 101 rückt schließlich der Ort näher, vor dem selbst die Gefangenen des Regimes am meisten Angst haben.
Eine Folge über Angst, Verrat und die Frage, wie weit ein Mensch unter äußerstem Druck gehen kann.
Die Kapitel 4 und 5 von Teil 3 gehören zu den eindringlichsten Passagen des Romans und zeigen die Konsequenzen totalitärer Macht in ihrer extremsten Form.
⚠️ Inhaltshinweis: Diese Folge enthält Darstellungen von psychischem Druck, Folter und existenzieller Angst.
📖 Werk: 1984 ✍️ Autor: George Orwell
🎙️ Diese Folge ist eine reine Lesung – reduziert, nah und bewusst ohne Inszenierung.
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Coverdesign by: @n__i__n__s & ME Music by: Yevhenii Kovalenko, Samuel F. Johanns from Pixabay.
Transkript anzeigen
00:00:16: Viertes Kapitel Es ging ihm viel besser.
00:00:23: Mit jedem Tag, sofern man von Tagen sprechen konnte, wurde er dicker und kräftiger.
00:00:29: Das weiße Licht und der summende Ton waren unverändert geblieben aber seine neue Zelle war ein wenig bequemer als die früheren.
00:00:38: Auf der Holzbrötsche lagen ein Kissen und eine Matratze.
00:00:41: es gab einen Schemel zum Sitzen.
00:00:44: Man hatte ihn ein Bad genehmigt Und er durfte sich ziemlich häufig in einer Zinnwanne waschen.
00:00:50: Man gab ihm dazu sogar warmes Wasser.
00:00:53: Man hatte ihm neue Unterwäsche und einen sauberen Trainingsanzug gebracht, hatte seine Krampfadergeschwüre mit einer schmerzlindernen Heilseilbe verbunden – die restlichen Zähne hatte man ihm gezogen und ein neues Gebiss eingesetzt.
00:01:09: Wochen oder Monate mussten verstrichen sein!
00:01:13: Es wäre jetzt möglich gewesen auszurechnen, wie viel Zeit vergangen war wenn er Wert darauf gelegt hätte.
00:01:19: Denn er bekam sein Essen in scheinbar regelmäßigen Abständen.
00:01:24: Seiner Schätzung nach erhielt er drei Mahlzeiten in vierundzwanzig Stunden.
00:01:30: Manchmal fragte es sich verschwommen ob sie ihm nachts oder tags gebracht wurden.
00:01:35: Das Essen war überraschend gut!
00:01:38: Zu jeder dritten Mahlzeit gab's Fleisch.
00:01:41: Einmal bekam er sogar ein Päckchen Zigaretten.
00:01:45: Er hatte keine Zündhölzer, aber der ewig stumme Wachmann, der ihm sein Essen brachte, würde ihm Feuer geben.
00:01:53: Das erste Mal als er zu rauchen versuchte wurde ihm schlecht – aber er fuhr damit fort und erreichte mit dem Päcking eine lange Zeit in dem er nach jeder Mahlzeit eine halbe Zigarette rauchte!
00:02:07: Man hatte ihm eine weiße Schreibtafel mit einem an der Ecke angebundenen Bleistift stumpf gegeben….
00:02:14: Zuerst machte er keinen Gebrauch davon.
00:02:17: Sogar im Wachzustand düste er dumm vor sich hin.
00:02:21: Oft lag er von einer Mahlzeit bis zur nächsten fast bewegungslos da, manchmal schlafend – dann wieder wach in undeutlichen Träumereien versunken können, bei denen es schon zu viel Mühe bedeutete die Augen zu öffnen!
00:02:36: Er hatte sich seit Langem daran gewöhnt, bei Grell in sein Gesicht scheinendem Licht zu schlafen….
00:02:41: Es schien ihm nichts auszumachen, außer dass die Träume mehr Zusammenhang bekamen.
00:02:48: Er träumte diese ganze Zeit hindurch viel und immer waren es glückhafte Träime!
00:02:53: Er weilte in dem goldenen Land oder saß zwischen riesigen prächtigen sonnenbeschienen Ruinen mit seiner Mutter, mit Julia – mit O'Brien – ohne etwas zu tun, sondern einfach so in der Sonne und plauderte von friedlichen Dingen… Soweit er überhaupt Gedanken hatte, wenn er wach lag, treten sie sich meistens um seine Träume.
00:03:19: Die Kraft zu einer geistigen Anstrengung schien ihm apanden gekommen zu sein, jetzt wo der Erregungsfaktor des Schmerzes nicht mehr mitwirkte.
00:03:29: Er empfand keine lange Weile, verspürte kein Verlangen nach Unterhaltung oder Zerstreuung – er wollte nur eben allein sein!
00:03:40: Nicht geschlagen oder verhört werden… genug zu essen haben und am ganzen Körper sauber sein.
00:03:48: Mehr wollte er nicht!
00:03:51: Allmählich verbrachte er weniger Zeit mit Schlafen, verspürte aber noch immer keine Lust das Bett zu verlassen.
00:03:58: ihn verlangte nur danach still da zu liegen – und so fühlen wie die Kraft in seinen Körper zurückkehrte.
00:04:07: Er befühlte sich da und dort und versuchte sich zu überzeugen, dass es kein Enttäuschung war dass seine Haut sich strafte und seine Muskeln runter wurden.
00:04:17: Endlich stand außer Zweifel fest, daß er Angewicht zunahm.
00:04:22: Seine Oberschenkel waren jetzt deutlich dicker als seine Knie.
00:04:27: Danach begann er zuerst widerwillig regelmäßig körperliche Übungen zu machen.
00:04:33: Schon bald konnte er drei Kilometer laufen wie er an seinen Schritten in der Zelle abmaß – und seine gebeugten Schultern wohnen gerade!
00:04:43: Er versuchte schwierigere Übungen und war erstaunt, und gedehmütigt bei der Entdeckung was er alles nicht fertig brachte.
00:04:51: Er konnte außer Gehen keine anderen Bewegungen machen, konnte seinen Schemel nicht auf armes Länge hinaus halten, konnte nicht auf einem Bein stehen ohne seitlich umzukippen.
00:05:04: Er hockte sich auf seine Fersennieder und entdeckte dass es ihm mit qualvollen Schmerzen entschenkeln und Waden nur eben gelang!
00:05:12: sich zu stehender Stellung aufzurichten.
00:05:15: Er legte sich flach auf den Bauch und versuchte, sich mit aufgestützten Händen hochzustämmen – es war hoffnungslos!
00:05:23: Er konnte sich keinen Zentimeter vom Boden hochheben aber nach ein paar weiteren Tagen, ein paar weitere Mahlzeiten gelang ihm auch dieses Kunststück.
00:05:36: Es kam eine Zeit als er es sechsmal hintereinander fertig brachte.
00:05:41: Er begann, richtig stolz zu werden auf seinen Körper und sich dem heimlichen Glauben hinzugeben – auch sein Gesicht werde wieder normal.
00:05:50: Nur wenn er zufällig die Hand auf seinen kahlen Schädel legte, fiel ihm das zerschundene, zerstörte Gesicht ein, dass ihm aus dem Spiegel angeblickt hatte.
00:06:02: Sein Geist wurde wacher!
00:06:04: Er setzte sich auf die Pritsche mit dem Rücken zur Wand und die Schreibtafel auf seine Knie gelegt und machte sich behutsam daran, seinen Geist wiederzuüben.
00:06:14: Er hatte kapituliert, soviel stand fest.
00:06:17: In Wahrheit war er – wie er nun erkannte – bereit gewesen zu kapitullieren, lange Ehe er den Entschluss dazu gefasst hatte!
00:06:26: Von dem Augenblick an als er sich in dem Ministerium für Liebe befand — ja sogar schon während der Minuten, als er und Julia hilflos dargestanden hatten, während ihn die eisane Stimme aus dem Televisor sagte was sie tun sollten hatte er die Leichtfertigkeit, die Oberflächlichkeit seines Versuches sich gegen die Macht der Partei aufzulehnen – voll erkannt.
00:06:50: Er wusste jetzt, dass ihn die Gedankenpolizei sieben Jahre hindurch wie einen Käfer unter einem Vergrößerungsglas beobachtet hatte.
00:06:59: Es gab keine körperliche Verrichtung, kein lautgesprochenes Wort das Sie nicht wahrgenommen hatten, keinen Gedankengang den Sie nicht im Voraus gewusst hätten!
00:07:10: Sogar das weiße Staubkörnchen auf dem Einband seines Tagebuchers hatten sie sorgfältig wieder ersetzt.
00:07:17: Sie hatten ihm Schallplattenaufnahmen vorgespielt, ihm Fotografien gezeigt!
00:07:22: Einige davon waren Fotografin von Julia und ihm.
00:07:26: Ja sogar er konnte nicht länger gegen die Partei ankämpfen.
00:07:33: Außerdem war die Partai im Recht – sie musste es sein.
00:07:37: Denn wie konnte der unsterbliche kollektive Geist irren?
00:07:41: Mit welchem äußeren Maßstab konnte man seine Werte nachprüfen?
00:07:46: Das Urteil des gesunden Menschen verstand es stand statistisch fest.
00:07:51: Es war lediglich eine Frage, so denken zu lernen wie sie dachten – nur der Bleistift fühlte sich plump und sperrig zwischen seinen Fingern an!
00:08:03: Er begann die Gedanken niederzuschreiben, die ihm durch den Kopf gingen.
00:08:07: Zuerst schrieb er in großen unbeholfenen Anfangsbuchstaben Freiheit ist Sklaverei.
00:08:21: Dann, fast ohne Inne zu halten, schrieb er darunter – zwei und zwei ist fünf.
00:08:31: Jetzt aber schaltete sich eine Art Hemmung ein.
00:08:35: Sein Geist schien so als scheue er vor etwas zurück, außerstande sich zusammen!
00:08:42: Er wusste, dass er wusste was als Nächstes kam Aber im Augenblick konnte er nicht darauf kommen.
00:08:49: Als er dann darauf kam, was es sein musste war es nur aufgrund bewusster Überlegung.
00:08:55: Es fiel ihm nicht von selber ein.
00:08:58: Er schrieb Gott ist Macht!
00:09:04: Er nahm jetzt alles rechtig hin.
00:09:07: Die Vergangenheit war veränderlich.
00:09:10: Die Verganganheit war nie verändert worden.
00:09:13: Ozeanien lag in Krieg mit Ostasien.
00:09:17: Ozeanien war immer mit Ostasien im Krieg gelegen.
00:09:21: Jones, Aronson und Rutherford waren der Verbrechen schuldig, deren sie angeklagt waren.
00:09:28: Er hatte die Fotografie gesehen, die ihrer Schuld widerliegte – Sie hat er nie existiert!
00:09:34: Er hatte sie erfunden.
00:09:37: Er erinnerte sich, dass er sich gegenteiliger Dinge erinnert hatte.
00:09:41: Aber das waren falsche Erinnerungen, Produkte der Selbsttäuschung.
00:09:45: Wie einfach.
00:09:46: alles Man brauchte nur nachzugeben, und alles andere ergab sich von selbst.
00:09:53: Es war wie das Schwimmen gegen eine Strömung, die einen zurückriss, wie sehr man sich auch anstrengte – bis man dann plötzlich beschloss, kehrt zu machen und mit der Strömungen zu gehen statt gegen sie!
00:10:07: Nichts hatte sich geändert außer die eigene Haltung.
00:10:11: Das vom Schicksal vorbestimmte geschah in jedem Fall.
00:10:15: Er wusste kaum warum er sich jemals aufgelehnt hatte.
00:10:18: Alles war einfach außer, alles konnte wahr sein.
00:10:24: Die sogenannten Naturgesetze waren Unsinn!
00:10:28: Das Gesetz der Schwerkraft war Unsinn.
00:10:31: Wenn ich wollte, hatte O'Brien gesagt, dann könnte ich mich von diesem Boden erheben wie eine Seifenblase.
00:10:40: Winston verfolgte diesen Gedanken weiter.
00:10:45: wenn er glaubt sich vom Fußboden erhebt zu können und Gleichzeitig glaube, dass ich ihn das tun sehe.
00:10:56: Dann geschieht es wirklich!
00:11:00: Wie ein Teil eines überschwemmten Wrages hochkommend die Oberfläche des Wassers durchbricht.
00:11:05: So durchdrehen ihm plötzlich ein Gedanke.
00:11:09: Es geschieht nicht wirklich – wir bilden es uns ein…es ist eine Sinnestäuschung.
00:11:16: Sofort wies er diesen Gedanken von sich.
00:11:19: Der Trugschluss war
00:11:20: offensichtlich.".
00:11:21: Er setzte voraus, dass es irgendwo außerhalb einem selbst eine wirkliche Welt gab in der wirkliche Dinge geschah.
00:11:31: Aber wie konnte es seine solche Welt geben?
00:11:35: Was wissen wir von irgendetwas, außer durch unser eigenes Denken?
00:11:40: Alle Geschehnisse spielen sich im Denken ab – was immer sich imdenken aller abspielt.
00:11:47: Geschieht wirklich!
00:11:50: Es fiel ihm nicht schwer, den Trugschluss abzutun und er war nicht in Gefahr, ihm an Heim zu fallen.
00:11:56: Trotzdem war er sich bewusst, dass eben diese Einfall nie hätte kommen dürfen.
00:12:02: Das Denken sollte eine leere Stelle einschalten – so oft sich ein gefährlicher Gedanke einstellte.
00:12:09: Der Prozess sollte automatisch instinktiv vor sich gehen!
00:12:14: Verbrechen stopp!
00:12:15: nannte man es in der Neusprache.
00:12:19: Er machte sich daran, sich im Verbrechensstopp zu üben.
00:12:23: Er stellte bei sich Behauptungen auf wie, Die Partei sagt die Erde ist flach.
00:12:28: Die Partai sagt Eis ist schwerer als Wasser und schulte sich darin die Argumente, die gegen diese Behauptung sprachen nicht zu sehen oder nicht zu verstehen.
00:12:39: Das war nicht leicht.
00:12:42: Es bedurfte großer Geschicklichkeit im argumentieren und improvisieren.
00:12:47: So gingen zum Beispiel, die durch solche Behaupten wie Zwei und zwei ist vier, aufgeworfenen arithmetischen Probleme über seine geistige Fassungskraft hinaus.
00:12:58: Auch war eine Art geistiges Athletentum nötig die Fähigkeit zu entwickeln in dem einen Augenblick mit der geschliffenen Logik vorzugehen und im nächsten die gröbsten logischen Fehler zu übersehen.
00:13:11: Dummheit tat ebenso Not wie Klugheit – und war eben so schwer zu erreichen!
00:13:18: Die ganze Zeit fragte er sich mit einem Teil seines Denkens, wiebald sie ihn wohl erschießen würden.
00:13:26: Alles hängt von ihnen selbst ab?
00:13:28: Hat O'Brien gesagt!
00:13:31: Aber er wusste, dass er durch keine besondere Handlung diesen Augenblick beschleunigen konnte.
00:13:36: Er konnte – von jetzt abgerechnet in zehn Minuten oder in zehn Jahren da sein.
00:13:43: Sie hielten ihn vielleicht jahrelang ineinzelhaft, schickten ihm vielleicht in ein Zwangsarbeitslager... ließen ihn vielleicht eine Weile frei, wie sie das manchmal machten.
00:13:54: Es war durchaus möglich, dass er – bevor er erschossen wurde – das ganze Trauerspiel seiner Festnahme und seines Verhörs noch einmal von vorne durchmachen musste.
00:14:05: Eines war jedenfalls gewiss… Dass der Tod nie in einem erwarteten Augenblick kam!
00:14:13: Das übliche Verfahren, das stillschweigende Verfahren von dem man irgendwie wusste – obwohl nie darüber gesprochen wurde – bestand darin, dass sie einen Hinterrück erschossen.
00:14:24: Immer in den Hinterkopf und zwar ohne Warnung, während man von Zelle zur Zelle den Gang entlang ging!
00:14:32: Eines Tages aber eines Tages war nicht die richtige Bemerkung.
00:14:38: Ganz eben so.
00:14:39: wahrscheinlich konnte es mitten in der Nacht gewesen sein….
00:14:43: Einmal also verfiel er in eine seltsame, selige Träumerei.
00:14:49: Er ging den Gang hinunter in Erwartung der Kugel.
00:14:53: Er wusste, dass sie im nächsten Moment kommen würde – alles war entschieden, geklärt und versöhnt!
00:15:01: Es gab keine Zweifel mehr, keine Streitfragen, keinen Schmerz oder Angst.
00:15:09: Sein Körper war gesund und stark….
00:15:13: Er ging leichten Schrittes, mit einer Freude an der Bewegung und in dem Gefühl im Sonnenlicht zu wandeln.
00:15:20: Es war nicht mehr in den engen, greilweisen Gängen des Ministeriums verliebe – er befand sich in dem riesigen einen kilometerbreiten Durchlass von dem es ihm so vorgekommen war als durch Wandel er ihn in einem durch Drogen herbeigeführten waren!
00:15:39: und folgte dem Fußpfad durch die Alte von Kaninchen bevölkerte Weide.
00:15:45: Er konnte den kurzgeschorenen, federnden Rasen unter seinen Füßen und den milden Sonnenschein auf seinem Gesicht fühlen.
00:15:53: Am Rande des Feldes standen leise sich wiegend die Ulmen – und irgendwo dahinter war der Fluss in dem sich die Weißfische in den grünen Tümpeln unter den Hängeweiden tummelten.
00:16:06: Plötzlich fuhr El Nyem erschrecken hoch!
00:16:08: Der Schweiß brach ihm aus allen Poren.
00:16:11: Er hatte sich laut Ausrufen hören, Julia!
00:16:15: Julia geliebte!
00:16:16: Julia!".
00:16:19: Einen Augenblick hatte ihn überzeugend die Täuschung überkommen sie sei da.
00:16:24: Es hatte ihn geschehen als sei sie nicht nur bei ihm sondern in ihm.
00:16:31: es war als sei Sie unter das Gewebe seine Haut gekrochen.
00:16:35: In diesem Augenblick hat er sie weit mehr geliebt als je zuvor als sie noch zusammen und frei waren.
00:16:43: Auch wusste er, dass sie irgendwo noch am Leben war und seiner Hilfe bedurfte.
00:16:49: Er legte sich auf dem Bett zurück und versuchte sich zu fassen.
00:16:54: Was hatte er angerichtet?
00:16:57: Wie viele Jahre hat er seine Knechtschaft durch diesen Augenblick der Schwäche hinzugefügt?
00:17:04: Im nächsten Augenblick würde er draußen den schradschwerer Stiefel hören!
00:17:09: Seine Peiniger konnten einen solchen Ausbruch nicht ungestraft hingehen lassen.
00:17:15: Sie würden jetzt wissen, wenn sie es nicht schon vorher gewusst hatten, dass er das mit ihnen getroffene Abkommen brach!
00:17:23: Er gehorchte der Partei – aber noch immer hasste er sie.
00:17:29: In den vergangenen Tagen hatte er einen aufrührerischen Geist hinter Zaschao Getragener Fügsamkeit versteckt.
00:17:37: Jetzt hatte er sich einen Schritt weiter zurückgezogen….
00:17:40: Er hatte im Geist nachgegeben, jedoch gehofft sein Herz Inneres und versehrt zu bewahren.
00:17:47: Er wusste, dass er im Unrecht war – aber lieber wollte er im Ungerecht sein!
00:17:53: Sie würden das erkennen — O'Brien würde es erkennen.
00:17:58: All das war in diesem einzigen törichten Schrei eingestanden.
00:18:03: Er würde noch einmal ganz von neuem anfangen müssen ….
00:18:06: Es konnte Jahre dauern….
00:18:09: Er fuhr sich mit der einen Hand übers Gesicht in dem Versuch, sich mit dessen neuer Form vertraut zu machen.
00:18:16: Er hatte tiefe Furchen in den Wangen – die Backenknochen standen hervor!
00:18:20: Die Nase war abgeplattet.
00:18:23: Außerdem hatte er seitdem er sich zum letzten Mal im Spiegel gesehen hat ein vollständig neues Gebiss bekommen.
00:18:31: Es war nicht leicht, ein undurchdringliches Gesicht zu machen wenn man nicht wusste wie das eigene Gesicht aussah.
00:18:38: Jedenfalls nur das Gesicht zu wahren genügte nicht.
00:18:43: Zum ersten Mal erkannte er, dass jemand der ein Geheimnis bewahren will es auch vor sich selbst bewahren muss.
00:18:51: Man muß ständig um sein Verhandensein wissen aber bis die Notwendigkeit besteht darf man es nie in irgendeiner benennbaren Form ins eigene Bewusstsein drängen lassen.
00:19:03: von jetzt an musste er nicht nur richtig denken Er musste richtig fühlen, richtig träumen.
00:19:11: Und die ganze Zeit mußte er seinen Hass in sich verschlossen halten wie die Gewebewucherung, die ein zu ihm gehöriger Bestandteil war und doch mit seinem übrigen Ich nichts zu tun hatte – eine Azüste!
00:19:26: Eines Tages würden sie beschließen ihn zu erschießen.
00:19:30: Man konnte nicht sagen wann das sein würde aber ein paar Sekunden vorher mußten man es erraten können….
00:19:37: Es geschah immer durch Genickschuss, während man einen Gang entlang ging.
00:19:42: Zehn Sekunden würden genügen!
00:19:45: In dieser Zeit konnte die Welt in ihm eine Umdrehung erfahren und dann plötzlich ohne ein Wort zu äußern, ohne im Schritt innezuhalten – ohne dass sich auch nur Einzug in seinem Gesicht veränderte.
00:19:59: Plötzlich wurde die Tarnung fallen gelassen und PENG würden sich die Batterien seines Hasses entladen.
00:20:08: Hass würde ihn erfüllen wie eine riesige, brausende Flamme.
00:20:13: Und fast im gleichen Augenblick würde Peng die Kugel fallen – zu spät oder zur Früh!
00:20:23: Sie würden ihm eine Kugeln durchs Hirn gejagt haben, ehe sie es wieder zum richtigen Denken zurückgeführt haben konnten.
00:20:31: Der ketzerische Gedanke wurde unbestraft, unbereut für immer ungreifbar für sie bleiben….
00:20:41: Sie hätten ein Loch in ihrer eigene Vortrefflichkeit geschossen.
00:20:46: Im Hass gegen sie sterben war gleich bedeutend mit Freiheit!
00:20:53: Erschloss die Augen, das war schwieriger als sich einer geistigen Disziplin zu unterwerfen – es erforderte, sich selbst zu erniedrigen und zu verstümmeln.
00:21:04: Er musste sich in den schlimmsten Schmutz stürzen.
00:21:08: Was war das schrecklichste Ekelhafteste von allem?
00:21:13: Er dachte an den großen Bruder.
00:21:16: Das riesige Gesicht, da er es dauernd auf Plakaten sah, stellte er sich immer einen Meter breit vor – mit seinem dicken schwarzen Schnurrbad und den Augen die einem überall hin folgen, schien ihm ganz von selbst einzufallen!
00:21:31: Was waren seine wahren Gefühle gegenüber dem großen Broder?
00:21:37: Ein schweres Stiefelgetramppel war draußen auf dem Gang zu hören.
00:21:41: Die Stahltüre schwang klärend auf….
00:21:44: O'Brien trat in die Zelle.
00:21:47: Hinter ihm dreien kamen der wachsgesichtige Offizier und die schwarzuniformierten Wachen.
00:21:54: Stehen Sie auf!
00:21:55: Kommen
00:21:56: Sie!".
00:21:57: Winston stand vor ihm, O'Brain ergriff Winston Schultern mit seinen kräftigen Händen und sah ihn scharf an.
00:22:06: »Sie ließen es sich einfallen mich täuschen zu wollen?
00:22:09: Das war dumm!
00:22:11: Stehen sie strammer!
00:22:12: Schauen Sie mich an!«.
00:22:14: Er schwieg und fuhr im milderem Ton fort.
00:22:17: Sie bessern sich.
00:22:20: Verstandesmäßig ist recht wenig an ihnen auszusetzen, nur gefühlsmäßig haben sie keinen Fortschritt gemacht, sagen sie mir Winston und denken sie daran keine Lügen!
00:22:37: Sie wissen dass ich eine Lüge immer herausfinden kann?
00:22:41: Sagen sie was sind ihre wahren Gefühle gegenüber dem großen Bruder?
00:22:47: Ich hasse ihn.
00:22:50: Sie hassen ihn.
00:22:53: Schön!
00:22:55: Dann ist für sie die Zeit gekommen, den letzten Schritt zu tun.
00:23:00: Sie müssen den großen Bruder lieben – es genügt nicht ihm zu gehorchen.
00:23:06: Sie müssten ihn leben, er ließ Winston los, indem er ihm einen kleinen Stoß in Richtung zu den Wachleuten versetzte.
00:23:24: In jedem Stadium seiner Haft hatte er gewusst oder zu Wissen geglaubt, wo in dem Fensterlosen Gebäude er sich befand.
00:23:32: Möglicherweise machten sich leichte Unterschiede im Luftdruck bemerkbar – die Zellen, wo ihn die Wachen geprügelt hatten, lagen unter ebener Erde.
00:23:43: Das Zimmer, in dem er von O'Brien verhört worden war, war hoch oben in Dachnähe.
00:23:49: Dieser Raum nun befand sich viele Meter unter der Erde so tief drunden wie möglich.
00:23:57: Es war größer als die meisten Zimmer, in denen er gewesen war – aber Winston nahm seine Umgebung kaum wahr!
00:24:05: Er sah nur zwei kleine gerade vor ihm stehenden Hische von denen jeder mit grünem Flanell bezogen war.
00:24:13: Der eine stand nur einen oder zwei Meter von ihm entfernt der andere weiter weg bei der Tür.
00:24:21: Er war aufrichtsitzend so fest auf einen Stuhl angeschnallt, dass er nichts nicht einmal den Kopf bewegen konnte.
00:24:30: Eine Art Schiene umklammerte von hinten seinen Kopf und zwang ihn, den Blick geradeaus vor sich hingerichtet zu halten.
00:24:38: Einen Augenblick war er allein – dann öffnete sich die Tür- und O'Brienkammer rein.
00:24:46: Sie haben mich einmal gefragt was in Zimmer-Einzelneins wäre?
00:24:51: Ich sagte sie wüssten die Antwort bereits!
00:24:53: Jeder Mann weiß sie.
00:24:56: Was einen in Zimmer eins, null, eins erwartet ist das Schlimmste auf der Welt!
00:25:05: Wieder öffnete sich die Tür.
00:25:08: Ein Wachmann kam herein und tog etwas aus Drahtgeflecht – eine Art Behälter oder Korb.
00:25:16: Er stellte es auf den entferntesten Tisch.
00:25:19: Wegen der Stellung die O'Brien-Einnahmen konnte Winston nicht sehen was es war.
00:25:27: Das Schlimmste auf der Welt ist individuell verschieden.
00:25:31: Es kann lebendig begraben werden sein oder tot durch Verbrennen, durch Ertränken, durch Aufpfählen – oder fünfzig andere Todesarten!
00:25:45: Es gibt Fälle bei denen es eine ganz Nichtsagende nicht einmal todbringende Sache
00:25:53: isst.".
00:25:56: Er war ein wenig beiseitegetreten, so dass Winston den Gegenstand auf dem Tisch besser sehen konnte.
00:26:03: Es war ein länglicher Drahtkäfig mit oben einem Griff zum Tragen.
00:26:08: An der Vorderseite war etwas befestigt das wie eine Fechtmaske aussah – mit der Hohlseite nach außen!
00:26:17: Obwohl es drei oder vier Meter von ihm entfernt stand, konnte er dass der Käfig der Länge nach in zwei Abteilungen geteilt war, und in jeder befand sich ein Lebewesen.
00:26:29: Es waren Ratten!
00:26:32: Für sie sind zufällig das Schlimmste auf der Welt – Ratten eine Art warnendes Zittern.
00:26:42: Eine Furcht vor.
00:26:44: er wusste nicht genau was hatte Winston bei seinem ersten Blick auf den Käfig befallen Aber in diesem Augenblick kam ihm plötzlich eine Erleuchtung, zu was die vorne befestigte maskenartige Vorrichtung diente.
00:26:59: Ihm schien der Boden unter den Füßen zur Wanken.
00:27:03: Können Sie nicht tun?
00:27:05: Nur das nicht!
00:27:08: Es ist unmöglich!
00:27:13: und in ihren Ohren vernahmen sie ein heulendes Geräusch.
00:27:32: Etwas Schreckliches lauerte auf der anderen Seite der Mauer, Sie waren sich bewusst da.
00:27:39: sie wussten was es war aber sie wagten nicht es ans Licht zu ziehen.
00:27:46: Es waren die Ratten die sich auf der Anderenseite der Mower befand.
00:27:51: O Brian!
00:27:53: rief Winston mit einer Anstrengung seine Stimme in die Gewalt zu bekommen.
00:27:59: Sie wissen, dass das nicht notwendig ist.
00:28:02: Was sollen sie da sich tun?
00:28:05: O'Brien gab keine direkte Antwort.
00:28:09: Als er sprach war es in der schulmeisterlichen Art die er manchmal an den Tag legte.
00:28:15: Er blickte nachdenklich in die Ferne so als wende er sich an eine Zuhörerschaft im Rücken von Winston.
00:28:23: Schmerz als solcher Genügt nicht immer.
00:28:28: Es gibt Gelegenheiten, wo ein Mensch dem Schmerz standhält sogar bis zum Tode.
00:28:36: Aber für jeden Menschen gibt es etwas Unerträgliches – etwas das er nicht ins Auge fassen kann!
00:28:48: Es hat nichts mit Mut oder Feigheit zu tun.
00:28:52: Wenn man aus einer Höhe herunterstürzt ist es nicht feig sich an einen Seil zu klammern.
00:29:01: wassers Emport taucht, ist es nicht feig die Lungen mit Luft voll zu pumpen.
00:29:09: Es ist lediglich ein Instinkt gegen den man sich nicht wehren kann!
00:29:15: Das Gleiche gilt von den Ratten – sie sind eine Form des Zwanges, dem Sie Nichtwiderstand leisten können sogar wenn sie wollten.
00:29:25: Sie werden tun, was man von ihnen verlangt… Aber was is das?
00:29:30: Wie kann ich es tun, wenn ich nicht weiß was ist?
00:29:36: O'Brien ergriff den Käfig und brachte ihn herüber zu dem näheren Tisch.
00:29:41: Er stellte ihn behutsam auf die Flaneldecke.
00:29:45: Winston konnte das Blut in seinen Ohren sausend hören – er hatte das Gefühl, in völliger Einsamkeit darzusetzen!
00:29:53: Er befand sich in der Mitte einer großen leeren Ebene, Einer von Sonnenlicht durchtränkten Flachenwüste, Über die alle Geräusche aus ungeheuren Entfernungen zu ihm drangen.
00:30:06: Dabei war er käfig mit den Ratten keine zwei Meter von ihm entfernt – Es waren riesige Ratten!
00:30:13: Sie waren in dem Alter, Indem die Schnauze eine Ratte rau und gremig Und ihr Fell braun statt grau wird.
00:30:23: Die Ratte sagte O'Brien noch immer an seine unsichtbare Zuhörerschaft gewendet, ist obwohl ein Nagetier doch ein Fleischfresser.
00:30:36: Halten Sie sich das vor Augen!
00:30:40: Sie werden von den Dingen gehört haben die in den Armenvierteln dieser Stadt
00:30:46: passieren.".
00:30:48: In manchen Straßen wagt eine Frau ihren Säugling nicht einmal fünf Minuten alleine im Haus zu lassen.
00:30:58: Die Ratten würden das Kind bestimmt angreifen, in ganz kurzer Zeit würden sie es bis auf die Knochen abnagen – Sie greifen auch kranke oder sterbende an!
00:31:14: Sie legen eine erstaunliche Intelligenz darin, an den Tag zu wissen, wann ein Mensch hilflos ist.
00:31:23: Vom Käfig her hört man jetzt ein lautes Quicken!
00:31:27: Es schien aus weiter Ferne an Winston's Ohr zu drängen – die raten rauften miteinander.
00:31:34: Sie versuchten, einander durch das Trennungsgitter anzufallen.
00:31:38: Er hörte auch ein tiefes Verzweiflungsstöhnen….
00:31:42: Auch das schien nicht von ihm selbst zu
00:31:44: kommen.".
00:31:45: O'Brien ergriff den Käfig und drückte dabei auf etwas darin.
00:31:50: Ein scharfes Klingeln erfolgte, Winston machte eine furchtbare Anstrengung sich von dem Stuhl zu befreien – es war hoffnungslos, jeder Teil von ihm sogar sein Kopf waren unbeweglich festgehalten!
00:32:05: O'brien rückte den Käfig näher heran, aber kaum einen Meter von Winston's Gesicht entfernt.
00:32:13: Ich habe auf den ersten Hebel gedrückt.
00:32:17: Sie verstehen die Konstruktion dieses Käfigs?
00:32:20: Die Maske passt über ihren Kopf, sodass kein Durchstupf bleibt.
00:32:26: Wenn ich auf diesen anderen Hebel drücke, schiebt sich die Käfigtüre auf!
00:32:35: Diese vor Hunger fast wahnsinnigen Scheusale werden wie Geschosse darauf hervorschießen!
00:32:44: Haben sie je eine Ratte durch die Luft springen
00:32:47: sehen?!
00:32:49: Sie werden ihnen ins Gesicht springen und sich sofort einen Weg hindurchbahnen.
00:32:57: Manchmal greifen sie als Erste die Augen an, manchmal wühlen sie sich durch die Wangen und zerfressen die Zunge.
00:33:07: Der Käfig kam näher – schloss ich um ihn!
00:33:11: Winston vernahm eine Folge Schriller-Schreie, die in der Luft über seinem Kopf zu erschallend schienen aber er kämpfte Wüten gegen seine panische Angst an.
00:33:22: Überlegen, überlegen – auch wenn nur ein Sekunden Bruchteilzeit blieb.
00:33:27: Überlegen war die einzige Hoffnung!
00:33:31: Plötzlich stieg ihm der widerliche muffige Geruch der Scheusale in den Nase.
00:33:36: Ein furchtbarer Ekel wirkte ihn und er verlor fast das Bewusstsein.
00:33:41: Alles war schwarz geworden vor seinen Augen.
00:33:44: Einen Augenblick war er vernunftslos, ein kreischendes Tier….
00:33:49: dann jedoch riss er sich von dem Schwindelgefühl los, indem er sich an eine Idee klammerte.
00:33:55: Es gab einen nur einen einzigen Weg, sich selbst zu retten!
00:34:01: Er musste einen anderen Menschen den Körper eines anderen Menschen zwischen sich und die Ratten schieben.
00:34:08: Die Kreisöffnung der Maske war jetzt groß genug um alles andere aus dem Gesichtskreis auszuschließen – die Drahtüre war zwei Handspannen von seinem Gesicht entfernt….
00:34:19: Die Ratten wussten, was nun kommen würde.
00:34:22: Eine von ihnen sprang auf und ab – die andere!
00:34:26: Ein alter schuppiger Großvater aus den Kloaken richtete sich mit ihren Rosapfoten an den Gitterstäben auf und schnupperte wild in die Luft.
00:34:37: Winzen konnte die Schnurhaare und die gelben Zähne sehen.
00:34:42: Wieder überfiel ihn die Schwarze Panik.
00:34:44: Er war blind, hilflos ohne Vernunft….
00:34:49: Im kaiserlichen China war es eine übliche Strafe, sagte O'Brien in seiner gewohnten lehrhaften Art.
00:34:57: Die Maske legte sich vor unsens Gesicht.
00:35:01: Der Draht berührte seine Wange und dann – nein!
00:35:06: Es war keine Erlösung nur eine Hoffnung ein winziger Hoffnungsschimmer zu spät vielleicht zu späht Aber er hatte plötzlich erkannt, dass es auf der ganzen Welt nur einen Menschen gab, auf den er seine Strafe abwälzen.
00:35:24: Nur einen Körper, den er zwischen sich und ihr Ratten schieben konnte!
00:35:29: Und außer sich schrie er wieder und immer wieder... Er fehlt zurück, in riesige Tiefen fort von den Ratten.
00:35:52: Noch war die kalte Berührung eines Drahtes an seiner Bange.
00:36:20: Aber durch die ihn einhüllende Dunkelheit vernahm er ein nochmaliges metallisches Klingeln und wusste, dass die Käfigtür ins Schloss gefallen war – und sich nicht geöffnet hatte!
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